Agiles Führen: Aus Fehlern werden Innovationen

Eine Innovation ist definiert als neue Idee, die mit neuen Produkten oder Dienstleistungen eine Markteinführung und -durchdringung erreicht. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich erst nach der erfolgreichen Einführung einschätzen lässt, ob es sich wirklich um Innovationen handelt.

Wir wissen also erst rückwirkend, ob wir innovativ waren. Wie können wir dann erfolgreiche Innovationen überhaupt planen? Indem wir bereit sind, unser Denken und Handeln immer wieder zu hinterfragen und anzupassen – so wie in diesem Beispiel:

Mein persönliches Lieblingsbeispiel für Innovation ist die Geschichte um den Hersteller von Klebstoffen, der einen besonders haltbaren und stark haftenden Klebstoff herstellen wollte. Bei ersten Versuchen stellte sich heraus, dass der Kleber zwar haltbar aber leider nicht wirklich stark haftend war. Papier lies sich jederzeit rückstandsfrei wieder ablösen und an anderer Stelle leicht befestigen. Das erfüllte zwar definitiv nicht die Anforderungen, war aber später die Grundlage für eins der Erfolgsprodukte von 3M, und zwar dem PostIt®.

Das Beispiel zeigt die Umwege, auf denen Firmen zu Innovationen kommen. Doch was können Sie tun, damit aus offensichtlichen Zielabweichungen und auch Fehlern sinnvolle und innovative Produkte oder Dienstleistungen werden?

Fördern Sie Austausch und Weiterbildung

Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern über den Tellerrand zu schauen. Nur wer ständig neue Dinge sieht und lernt ist in der Lage den bestehenden Zustand in Frage zu stellen. Kultivieren Sie Weiterbildungsmöglichkeiten die sowohl thematisch zur Tätigkeit passen, aber auch jenseits davon liegen. So können Sie auch wertvolle Erkenntnisse anderer Branchen für die eigene Organisation nutzen. Für 3M war dies auch ein Faktor der Innovation: Erst weil bei einem kirchlichen Gesangsbuch ein Lesezeichen rückstandsfrei zu befestigen und später wieder abzulösen sein sollte, wurde der entwickelte Kleber wieder in Erwägung gezogen und verarbeitet.

Akzeptieren Sie die eigene Fehlbarkeit

Irren ist menschlich, heißt es in einem alten Sprichwort. In Organisationen arbeiten Menschen zusammen. Zusammenarbeit bedeutet immer auch Missverständnisse und Fehler. Lernen Sie offen damit umzugehen, dass Sie auch mal daneben liegen dürfen. Niemand wird es Ihnen übel nehmen, wenn Sie sich ehrlich entschuldigen, um danach gemeinsam an der Lösung arbeiten.

Schaffen Sie eine offene Fehlerkultur

Schaffen Sie eine Fehlerkultur, die nicht versucht den Schuldigen zu finden, sondern die Wiederholung des Fehlers zu vermeiden. Dazu müssen Sie mit gutem Beispiel voran gehen. Fokussieren Sie sich darauf, das erneute Auftreten zu vermeiden oder wie 3M, die gewonnenen Erkenntnisse aktiv zu nutzen. Machen Sie eine Gewohnheit daraus, sich für Feedback und Fehler zu bedanken, denn schließlich können Sie dadurch nicht nur besser werden, sondern werden früher oder später auch auf die entscheidende Innovation stoßen.

So konnte auch 3M den andersartigen Leim bemerken und aus dem Wissen und der Kreativität der Mitarbeiter schöpfen, um damit eins der erfolgreichsten Produkte der Firmengeschichte entstehen zu lassen.

Und wenn Sie nie aufhören Fragen zu stellen, wird eine der Antworten Ihnen mit Sicherheit den Weg zur nächsten Innovation aufzeigen. Gern helfen wir Ihnen dabei, die innovativen Potenziale Ihrer Organisation zu erkennen und zu nutzen. Sprechen Sie uns einfach an!

Ein Lächeln bewegt mehr.

Peter Kleinau

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